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Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung sichert das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit ab. Sie soll es dem Pflegebedürftigen ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dennoch ist die Pflegeversicherung keine Vollversicherung. Sie stellt eine soziale Grundsicherung in Form von unterstützenden Hilfeleistungen dar, die die Eigenleistungen der Versicherten und anderer Träger nicht entbehrlich machen. Eine Pflegeversicherung ist eine Versicherung zur Vorsorge in Bezug auf das Risiko der Pflegebedürftigkeit. Tritt der Versicherungsfall Pflegebedürftigkeit ein, erbringt die Versicherung Geld- oder Sachleistungen, um die erforderliche Pflege ganz oder teilweise zu gewährleisten. Die Leistungen umfassen im Allgemeinen auch die häusliche Pflege.
Man unterscheidet die gesetzlichen Pflegeversicherungen (Pflichtversicherungen), die privaten Pflegeversicherungen und die Pflege-Zusatzversicherungen (freiwillige Privatversicherungen).


Laut SGB XI kann nach dem Recht der sozialen Pflegeversicherung folgendes in Anspruch genommen werden:

1. Leistungen bei häuslicher Pflege

    • Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen
    • Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen
    • Tages- und Nachtpflege
    • Pflegehilfsmittel und technische Hilfen
    • Zuschüsse zur pflegegerechten Gestaltung des Wohnumfeldes des Pflegebedürftigen


    2. Teilstationäre Pflege und Kurzzeitpflege

    • Zuständig sind die bei den Krankenkassen errichteten Pflegekassen

    3. Leistungen für Pflegepersonen, insbesondere

    • soziale Sicherung
    • Pflegekurse

    4. Vollstationäre Pflege

    Jeder Versicherte hat Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, wenn er vor Antragstellung mindestens zwei Jahre in einer Pflegekasse versichert war.