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GLEITZEIT - DIE DEFINITION


Das Arbeitszeitmodell der Gleitzeit zeichnet sich dadurch aus, dass Arbeitnehmende innerhalb eines vorgegebenen Rahmens die Lage und Dauer seiner Arbeitszeit selber gestalten können.

 

Grundsätzlich lassen sich folgende Varianten des Modells unterscheiden:

  • einfache oder klassische Gleitzeit
  • qualifizierte Gleitzeit
  • Gleitzeit mit Funktionszeiten


Je nach Gleitzeitvariante bestehen für Arbeitnehmende unterschiedliche Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen Arbeitszeitgestaltung.
 

KLASSISCHE GLEITZEIT – MIT FESTER KERNARBEITSZEIT

Bei der so genannten klassischen oder einfachen Gleitzeit legt die oder der Arbeitgebende folgende zeitliche Positionen fest:

  • den Rahmen der täglichen Arbeitszeit
    (frühester möglicher Beginn, spätestes mögliches Ende)
  • eine Kernarbeitszeit, während der Anwesenheits- und Arbeitspflicht besteht

Für Arbeitnehmende ist also lediglich die Arbeitszeit zwischen den Rahmenvorgaben und dem Anfang (Eingleitspanne) bzw. dem Ende (Ausgleitspanne) der Kernarbeitszeit variabel. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit liegt fest.

 

QUALIFIZIERTE ODER VARIABLE GLEITZEIT – OHNE FESTE KERNARBEITSZEIT
 

  • Arbeitnehmer können Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Arbeitsdauer selbst bestimmen, dabei ist darauf zu achten, dass die festgelegte Arbeitszeit pro Woche, Monat oder Jahr eingehalten wird
  • Arbeitnehmer müssen bei der Gestaltung der Arbeitszeit Rücksicht auf betriebliche Belange nehmen
  • es erfolgt ein vollständiger Verzicht auf die Kernarbeitszeit bzw. deren Reduktion auf ein Minimum
  • der Arbeitnehmende trifft alle darüber hinaus gehenden Entscheidungen hinsichtlich der Arbeitszeitplanung (z.B. Lage, Dauer der Arbeitszeit und Verteilung auf die einzelnen Tage)
  • Eventuell entstehende Zeitguthaben und Zeitschulden können auf einem Arbeitszeitkonto aufgebaut werden.

 

FUNKTIONSGLEITZEIT – ZEITFESTLEGUNG IM TEAM

  • enthält keine Kernarbeitszeit
  • betrieblich vereinbarte Zeiten werden festgelegt, in denen Bereiche des Unternehmens funktionsfähig sein müssen (Funktionszeiten z.B. für die Produktion oder für Kunden)
  • Arbeitnehmende legen in Absprache mit KollegInnen betriebliche Belange individuell fest ( Lage, Verteilung und Dauer der Arbeitszeit)
  • mittels Arbeitszeitkonten können Zeitguthaben und -schulden auf- oder abgebaut werden