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Der Rollstuhl - Woran sollte man denken, wenn man sich einen Rollstuhl anschafft?

Wenn ein Rollstuhl ins Haus kommt, dann soll er auch nützlich, bequem und geeignet sein. Dazu muss er eine Reihe von Anforderungen erfüllen.

  • Sie benötigen eine Verordnung Ihres Arztes für einen Rollstuhl von der Krankenkasse
  • Mit der ärztlichen Verordnung, einem Rezept, gehen Sie in ein Sanitätshaus Ihrer Wahl
  • Das Sanitätshaus wird in Absprache mit der Krankenkasse den für Sie geeigneten Rollstuhl beschaffen


Wichtig dabei ist, dass die Krankenkasse Eigentümer des Rollstuhls bleibt. Das hat den großen Vorteil, dass die Krankenkasse auch alle anfallenden Kosten für Ersatzteile und Reparaturen übernimmt, ggf. auch kurzfristig einen Ersatz zur Verfügung stellt. Das gilt  für alle Hilfsmittel.

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Tipps zur Anschaffung und zur Benutzung von Rollatoren

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Ausführungen an Rollatoren. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen durch das Gewicht, hinzu kommen verschiedene Ausstattungsmerkmale.
Besonders beliebt sind Leichtgewichtsrollatoren, die allerdings in der Regel nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Solche Rollatoren müssen daher meist selbst gekauft und bezahlt werden.
Bevor man sich einen Rollator anschafft, sollte man auf jeden Fall den von der Krankenkasse angebotenen Rollator versuchen.
Das Wichtigste vielleicht: Wozu brauche ich einen Rollator, wer braucht ihn nicht?
Ein Rollator ist kein Ersatz für einen Rollstuhl, sondern eine Gehhilfe. Sie kann den Rollstuhl ergänzen aber nicht ersetzen. Ein Rollator ist dann sinnvoll, wenn es darum geht, sicherer zu gehen, Pausen einlegen zu können, Einkäufe oder Gepäck nicht tragen zu müssen.

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Pflegehilfsmittel

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur "Erleichterung der Pflege" oder zur "Linderung der Beschwerden" des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine "selbstständige Lebensführung" ermöglichen. Sie müssen notwendig und zweckmäßig sein. Die Pflegeversicherung tritt nicht in Kraft, wenn Hilfsmittel aufgrund einer Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung übernommen werden. Die Aufwendungen der Pflegekassen zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel dürfen monatlich den Betrag von 31 Euro nicht übersteigen.

Zuzahlung: 10%, höchstens jedoch 25 Euro je Pflegehilfsmittel. Die Befreiungsregelungen der GKV (§ 62 SGB V) gelten hier ebenfalls. Wer in der Gesetzlichen Krankenversicherung wegen Erreichung der Belastungsgrenze von weiteren Zuzahlungen befreit ist, ist es automatisch auch in der Pflegeversicherung.

Die Kranken- bzw. Pflegekassen übernehmen die Kosten für Hilfsmittel bis zur jeweils festgelegten Grenze bei Vertragspreisen oder dem Festbetrag. Wenn ein Hilfsmittel an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden muss, kommt dafür ebenfalls die Krankenkasse auf.

Hilfsmittel im Rahmen der klassischen Kassenleistung können z.B. sein: Pflegerollstühle, Pflegebetten (auch höhenverstellbar), Inkontinenzmaterialien (Windeln), Handschuhe, Dekubitusmatratzen, Dekubitusunterlagen, Rollatoren, Pflegenachttische, Rollstühle, Gehhilfen, Haltegriffe aller Art, Toilettensitzerhöhungen, Badewannensitze, Toilettenstühle, Trinkbecher, etc.  Bei Inkontinenzmaterialien oder Handschuhen ist zu beachten, dass Pflegekassen für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel monatlich einen Betrag von höchstens 31 Euro übernehmen. Die Leistung kann auch in Form einer Kostenerstattung erbracht werden, es kann also auch "freihändig" gekauft und dann erstattet werden.


Wichtig: Hilfsmittel müssen vom Arzt verordnet werden! Die ärztliche Verordnung ist Grundlage für die Beschaffung. Selbst gekaufte Hilfsmittel werden nicht nachträglich von der Kasse erstattet. Für Pflegehilfsmittel der ambulanter Versorgung genügt ein kurzer formloser Antrag bei der Pflegekasse. Es ist sicher sinnvoll, eine kurze Begründung mit anzugeben. Die Stichwörter "zur Erleichterung der Pflege" oder "zur Linderung der Beschwerden" oder "zur selbständigeren Lebensführung" entsprechen den gesetzlichen Formulierungen.
Die Pflegekasse überprüft die Notwendigkeit der Versorgung mit den beantragten Pflegehilfsmitteln unter Beteiligung einer Pflegefachkraft oder des Medizinischen Dienstes. Entscheiden sich Versicherte für eine Ausstattung des Pflegehilfsmittels, die über das Maß des Notwendigen hinausgeht, haben sie die Mehrkosten und die dadurch bedingten Folgekosten selbst zu tragen.
Grundsätzlich besteht eine Leistungspflicht der Kassen, wenn der Arzt ein Hilfsmittel als notwendig verordnet.

Wichtig: Die Pflegekasse übernimmt, unabhängig von der Pflegestufe, die Kosten für Geräte und Sachmittel, die zur häuslichen Pflege notwendig sind. Voraussetzung ist mindestens Pflegestufe 1, da sonst keine Pflegebedürftigkeit im Sinne des Gesetzes besteht.

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